03.12.2018 / komba gewerkschaft nrw

komba Reportage:„Den komba Virus in sich tragen“

Ehrenamtliches Engagement (be)stärkt. Am Tag des Ehrenamtes (5. Dezember) und darüber hinaus. Wer wüsste das besser als drei Generationen Gewerkschaftsarbeit. Über Erlebnisse, Motivationen und Herausforderungen im Ehrenamt berichten Melanie Meyer (Jugendleiterin OV Iserlohn), Dagmar Eickenberg (Vorsitzende OV Solingen) und Manfred Herröder (Regionalgeschäftsstelle Westliches Westfalen und Geschäftsführer des OV Dortmund).

Dagmar Eikenberg (Foto: © privat)
Dagmar Eikenberg (Foto: © privat)

2016, 2010, 1970. Das sind keine Jahre von Titelgewinnen, sondern die Eintrittsdaten der drei komba Mitglieder und aktiv Engagierten in der komba nrw. Dagmar Eickenberg ist seit zwei Jahren dabei und erinnert sich noch gut an ihre Anfänge. Ein Kollege hatte sie damals angesprochen und schnell für die komba gewinnen können. Bereits damals stand die Suche nach Verstärkung für den Ortsverband Solingen im Raum. „Ich hatte dadurch von Beginn an die Perspektive, mich aktiv einzubringen“, sagt sie. Als Schriftführerin angefangen ist Dagmar Eickenberg mittlerweile seit wenigen Monaten Ortsverbandsvorsitzende und mit großem Engagement bei der Sache.

Melanie Meyer (Foto: © Markus Klügel)
Melanie Meyer (Foto: © Markus Klügel)

Rund 70 Kilometer weiter nordöstlich füllt Melanie Meyer die Jugendarbeit des Ortsverbandes Iserlohn mit Leben. Sie hat 2014 gemeinsam mit anderen jungen Beschäftigten die Jugendgruppe gegründet. „Eigentlich bin ich damals Mitglied geworden, weil ich wegen der Ausbildung frisch in die Stadt gezogen bin und neue, junge Leute kennenlernen wollte. Nur gab es damals noch kaum Mitglieder in meinem Alter. Ich übernahm die Aufgabe der Jugendbeauftragten und konnte so Nachwuchskräfte für die Arbeit gewinnen“, schildert die junge Frau. Inzwischen hat sie nicht nur die Jugendarbeit für sich entdeckt, sondern bringt sich auch in die reguläre Vorstandsarbeit des OV ein. Ein Übergang, der nicht immer selbstverständlich ist und gelingt.

Manfred Herröder (Foto: © Manuela Pomorin)
Manfred Herröder (Foto: © Manuela Pomorin)

In Dortmund sitzt Manfred Herröder wie immer an drei Tagen die Woche im Regionalbüro Westliches Westfalen. Gemeinsam mit Manuela Pomorin kümmert er sich ehrenamtlich um die Geschicke der Regio. Nachdem er Mitte der 1960er-Jahre vom Bergbau kommend eine Laufbahn bei der Feuerwehr eingeschlagen hat und nach einem kurzen Intermezzo bei einem gewerkschaftlichen Mitbewerber 1970 die Arbeit der komba schätzen lernte, hält er seiner Gewerkschaft konstruktiv, kritisch und engagiert die Stellung.

Mehr als 20 Jahre war er OV-Vorsitzender in Dortmund, Landesvorstandsmitglied und Ideengeber der Regio-Idee. Seine Vorstellung, die Kräfte verschiedener Orts- und Kreisverbände zu bündeln, wurde unter anderem in der Regio Westliches Westfalen realisiert. „Mit meinem jetzigen Engagement kann ich noch Berufstätige und gewerkschaftlich Aktive von administrativen Tätigkeiten entlasten“, erklärt er und kümmert sich mit großer Freude beispielsweise um die Beitragsabrechungen, pflegt die Mitgliederdaten und stellt gerne seinen Erfahrungsschatz zur Verfügung, wenn gewünscht.

Motivationsfaktor Ehrenamt
Alle drei geben viel. Aber sie betonen auch, dass sie aus all ihrer Arbeit eine große Portion Motivation schöpfen. Für Dagmar Eickenberg ist es ein sinnstiftendes Hobby. Ihr Motto: Nur über bestehende, ungerechte Strukturen zu jammern, kann jeder. In kleinen Schritten will sie Dinge verändern. Und sagt selbst mit einem Lächeln: „Das Ehrenamt fügt sich gut in mein Leben und wenn es mal nicht so passt, wird es eben passend gemacht.“

Ähnlich pragmatisch sieht es Manfred Herröder. Sein Engagement gehört für ihn zur Freizeitgestaltung. Ihn motiviert der Spaß an der Arbeit, die Wertschätzung, die ihm die Aktiven entgegenbringen, und sein Tun spornt ihn zusätzlich an, geistig fit zu bleiben.

 „Die Wertschätzung durch Mitglieder, Vorstandskollegen und die komba jugend nrw ist mein Motivationsfaktor. Genauso wie der regelmäßige Austausch mit anderen Jugendgruppen. Die vielen Kontakte, die ich durch mein Engagement knüpfen konnte, sind auch persönlich bereichernd“, fasst Melanie Meyer zusammen.

Natürlich sind ihnen bei all der Leidenschaft für ihre freiwillige Arbeit Durstrecken nicht fremd. „Nicht aufgeben lautet das Motto. Man muss den komba Virus schon in sich tragen. Außerdem ist wichtig, die Mitglieder bei der Stange zu halten. Die Konkurrenz an Freizeitmöglichkeiten ist enorm und so verteilt sich die Arbeit meist auf eine Handvoll Menschen. Da muss man aufpassen, diese nicht zu sehr zu überlasten. Sonst verlieren sie die Lust und wir haben nichts gewonnen“, macht Herröder deutlich.

Melanie Meyer schätzt in solchen Momenten die Gespräche mit anderen engagierten Kolleginnen und Kollegen sowie den Rückhalt aus den Reihen der Landesjugendleitung, sich den Herausforderungen zu stellen und durchzuhalten.

Dagmar Eickenberg kennt die Schwierigkeiten, alles unter einen Hut zu bringen, auch. Gerade als relativ neue Vorstandsvorsitzende kommt vieles auf sie zu. Dann bestärken sie die Rückmeldungen und vielen Kontakte über die Ortsverbandsgrenzen hinaus. „Das gibt Mut, zusammen mit anderen engagierten Menschen Dinge bewegen zu können. Der Neustart im Vorstand war in den ersten Monaten nicht immer leicht, aber auch diese Hürden nehmen wir mit einem tollen Team immer wieder gemeinsam“, sagt Dagmar Eickenberg.

Danke –  Ein Wort, was nicht oft genug gesagt werden kann
Die Blickwinkel mögen verschieden sein, aber was sie alle eint ist der Wille, Gewerkschaftsarbeit aktiv zu gestalten und die Freude am Engagement für die komba. Wenn sie einen Wunsch aus gewerkschaftlicher Perspektive frei hätten, wäre es – neben der in Grundzügen bereits gestarteten und ausbaufähigen konkreten Unterstützung für die örtliche Arbeit – sicher, dass noch mehr Menschen den Weg zu einem Ehrenamt in der komba finden. Sei es projektbezogen oder kontinuierlich. Hauptsache mitmachen und gemeinsam an der Zukunft der komba nrw arbeiten.

Ein großes Dankeschön an Melanie Meyer, Dagmar Eickenberg und Manfred Herröder stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Kräfte, die in ihrer Freizeit die Arbeit der komba nrw so erfolgreich mitgestalten.

Kontakt

komba Ortsverband Bielefeld
Norman Rosenland
Keilerweg 44
33689 Bielefeld

Tel. (0521) 51 - 3010
komba.bielefeld(at)komba.de

Elf gute Gründe für eine Mitgliedschaft

Elf gute Gründe für eine Mitgliedschaft in der komba gewerkschaft

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